Lucas Gestin & Victor Diané – Auf dem Longboard von Frankreich nach Schweden

Die Idee kam Lucas Anfang des Jahres: Eine Reise auf dem Longboard von Lille in Frankreich nach Malmö in Schweden. Das erfordert viel Kraft und Disziplin und ausgesuchte Wegstrecken, denn Autobahnen sind tabu.

Ein Freund konnte ihn nicht begleiten, also startete er alleine, bis der Bruder des Freundes, Victor, ebenfalls ein guter Freund, sich kurzfristig entschied, mit ihm gemeinsam dieses Abenteuer zu wagen. Er studierte zu der Zeit noch in England, packte dann seinen Rucksack und traf Lucas in Bremen. Von dort aus ging es gemeinsam über Hamburg und Lübeck nach Oldenburg und jetzt weiter über Puttgarden nach Kopenhagen. Täglich ca 100 km fahren die beiden auf ihrem Longboard bei ca 12 Kilometer pro Stunde.

                    

Beide Anfang 20, beide Studenten, mittendrin im eigenen Abenteuer, bei Wind und Wetter, machen sie einzigartige Erfahrungen auf ihrer gemeinsamen Reise, entdecken mit einheimischen Gastgebern, was man sonst als Tourist nicht erleben würde.

So sind wir am Freitagabend zusammen zum Rock am Kirchberg gefahren und haben einen kleinen Stadtbummel und über das Hafenfest in Heiligenhafen gemacht.

Lucas, reist du viel?

Ja, sehr oft. Ich spreche Französisch und Englisch fließend, und lerne Chinesisch und Spanisch. Reisen fördert das Sprachenlernen erheblich.

Wohin bist du bisher gereist?

Australien, England, Griechenland, Italien, Mexico, Spanien, Sri Lanka, United States und Vietnam

Dein Rucksack ist schwer, wieviel wiegt er?

Ungefähr 10 Kg. Wir nehmen nur mit, was wir wirklich brauchen. Lebensmittel holen wir, wenn wir Pause machen und nehmen nichts davon mit.

Die körperliche Herausforderung ist enorm, manchmal ist es sogar besser, wenn die Landschaft etwas hügeliger ist, als monoton flach so wie in Holland. Dann können sich die Muskeln bei den Abfahrten etwas entspannen. Abends sind wir einfach nur müde und sehr froh, wenn wir ausruhen können. Und andererseits sind wir glücklich, wenn wir so Schönes erleben wie das Festival in Heiligenhafen. Das ist eine sehr schöne Stadt!

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Zum Abschied gab es eine lehrreiche Stunde auf dem Longbord und einen Reisesegen.

Good luck!

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